Dachdecker Einkauf

Wissenswertes

Kurz und knapp haben wir auf den folgenden Seiten für Sie eine Auswahl an Fachbegriffen mit kurzen Erklärungen zusammengestellt. Einen besonderen Schwerpunkt haben wir aus aktuellem Anlaß diesmal auf das Thema "Dämmung" gelegt.

Die wichtigsten Fachbegriffe für das Steildach finden Sie aber auch.

Aluminiumkaschierte Mineralfaserfilze
werden überwiegend im Dachbereich zwischen den Sparren eingesetzt. Sie sind mit einer reißfesten Aluminiumfolie überzogen, an deren Randbereich sie mit Stahldrahtklammern befestigt werden können. Die Aluminiumkaschierung hat den Vorteil, dass nach dem Einbau des Dämmstoffes die gedämmte Fläche nicht mit einer Folie als Dampfbremse überzogen werden muß.

Aufsparrendämmung
Hier bildet die Dämmschicht eine durchgehende Ebene direkt unter der Dachhaut. Es gibt spezielle Systeme aus Hartschaum-Platten und -Formelementen sowie aus Mineralwolle. Bei diesem System werden auf den verschalten Dachflächen in regelmäßigen Abständen druckfeste Mineralwollstreifen aufgenagelt.

Dachschmuck
Schon die Römer versahen ihre Dachziegel mit Symbolen gegen böse Geister oder zur Versöhnung guter Geister. Man unterscheidet bei den verzierten oder gestalteten Ziegeln zwischen der Ziegelgraphik und der Ziegelplastik.

Dampfbremse
In bewohnten Räumen entsteht durch die üblichen Wohnvorgänge (Kochen, Baden, Duschen), aber auch durch die Feuchtigkeitsabgabe eines jeden Menschen mit der Atmung wie auch über die Haut Wasserdampf, der die üblichen Baustoffe wie Putz Gips, Holz sowie das Mauerwerk an sich zu durchdringen vermag und bei Abkühlung in die flüssige Phase zurückfällt. Hierdurch kann es zu Feuchteschäden, Schimmelbildung, Verschlechterung der Dämmwirkung, in Extremfällen sogar zu Tauwasserbildung kommen. Um dies zu verhindern, verwendet man zum Beispiel beim Dachausbau zwischen Sparrenbekleidung und Dämmschicht eine Dampfbremse aus starker Polyäthylenfolie, die dem Wasserdampf bei seiner Wanderung einen deutlichen Widerstand entgegensetzt und damit die Durchfeuchtung der Dämmschicht vermeidet.

Drempel (Kniestock)
nennt sich die an der Traufseite eines Hauses aufgemauerte Außenwand, auf der die Dachkonstruktion aufgelegt wird. Häufig wird der Kniestock auch als Drempel bezeichnet. Beim Dachgeschoßausbau spielt die Höhe des Kniestocks eine besondere Rolle. Je höher der Kniestock ist, desto mehr Stellfläche steht unter den Dachschrägen zur Verfügung.

Energieberatung
ist ein Beratungsservice der Energieversorgungsunternehmen, den jeder Hausbesitzer in Anspruch nehmen kann. Die Beratung umfaßt die Bereiche Wahl des Energieträgers, anfallende Kosten bei Umstellung oder auch Termine vor Ort, bei denen die Energieausnutzung im Heizkessel überprüft und gegebenenfalls zu Veränderungen geraten wird.

First
heißt der obere Abschluß eines Steildaches, an dem die geneigten Dachflächen in einer Linie zusammenstoßen. Der First wird mit Firstziegeln abgedeckt, damit keine Feuchtigkeit in den Dachraum eindringen kann. Die Ziegel verfügen über Abluftöffnungen, die der Dachraumentlüftung dienen. Das Gegenstück zum First ist die Traufe.

Gauben
Mit dem Einbau einer Gaube schaffen Sie – zusätzlich zum vermehrten Lichteinfall – auch eine Vergrößerung des Wohnraums mit voller Stehhöhe. Das Fenster wird weit nach außen gesetzt, im besten Fall auf den Drempel. Wo vorher nur eine Dachschräge war, unter der man bestenfalls kriechen konnte, entsteht zusätzlicher Wohnraum. Besonders bei flacheren Dächern, mit entsprechend geringem Stellplatz unter der Schräge, haben Sie einen enormen Raumgewinn. Vorteile haben Dachgauben gegenüber Dachflächenfenstern auch bei Wind und Wetter: So wird Ihnen auch bei starken Schneefällen nicht die Sicht versperrt, und Lüften ist auch bei Regen und schneebedeckten Dächern je nach Windrichtung nahezu problemlos möglich.

Gebäudewärmebedarf
ergibt sich aus der Summe der Transmissionswärmeverluste und der Lüftungswärmeverluste. Als Faustregel für eine erste Schätzung wird bei einem wärmegedämmten Haus mit einem Wärmebedarf von 80 bis 100 Watt pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche gerechnet. Das ergibt zum Beispiel bei einem Haus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche rund 15 Kilowatt an Wärmebedarf (150 qm x 100 W/qm = 15.000 W = 15 kW). Dieser Rechenwert bildet die Grundlage für die Bemessung der Heizungsanlage. Grundsätzlich gilt, um den Energieverbrauch zu senken: Erst die Wärmedämmung verbessern, dann die Heizung anpassen.

Giebel
heißt der Teil einer Fassade zwischen den beiden geneigten Dachflächen. Die Giebelfläche bildet ein Dreieck, bei dem der First und die beiden Traufen die Eckpunkte darstellen.

Gründach
Pflanzen auf dem Dach wirken nicht nur freundlicher als eine eintönig graue Dachabdichtung oder nüchterne Kiesschüttungen, sondern sie sind sehr wertvoll für das Kleinklima: Schon das Grün auf der Dachfläche einer Garage setzt soviel CO2 um wie ein ausgewachsener Laubbaum. Eine 1,4 qm große, begrünte Dachfläche erzeugt die Menge Sauerstoff, die ein Mensch im Jahr benötigt. Für die Bepflanzung auf dem Dach eignen sich anspruchslose Pflanzen wie Moose, Gräser und Wildkräuter, die nach kurzer Zeit einen dichten Pflanzteppich bilden und auch Trockenperioden unbeschadet überstehen.  Natürlich sind Ihrer Phantasie und Ihren Wünschen kaum Grenzen gesetzt und Sie können auch einen richtigen Dachgarten anlegen, sofern das Dach diesen Anforderungen entsprechend aufgebaut ist. Darüber informieren wir oder der Dachdecker Sie gerne. 

Kaltdach
ist ein belüftetes, zweischaliges Dach. Zwischen Wärmedämmung und Dachdeckung befindet sich ein Luftzwischenraum mit Be- und Entlüftungsöffnungen. Diese Öffnungen werden an den Dachrändern angeordnet und dienen dem Zweck, Feuchtigkeit abzuleiten. Kaltdächer sind in der Regel Steildächer.

Körperschall
Bei Körperschall erfolgt die Anregung trennender Bauteile direkt durch mechanische Einwirkung. Bei der Planung ist die Anregung der Geschoßdecken durch Begehen, die sogenannte Trittschalldämmung, zu berücksichtigen.

Luftschall
Durch eine Schallquelle werden trennende Bauteile wie Wände und Decken zum Schwingen gebracht. Je größer die Masse eines Bauteils ist, desto wirkungsvoller ist die Luftschalldämmung.

Mineralfaserdämmstoffe
aus Glas oder Steinwolle sind preiswert und leicht zu verarbeiten. Sie werden als Filze, Matten, Rollen, Platten und als Stopfwolle angeboten. Dank ihrer Faserstruktur wirken sie zugleich schalldämmend. Mitunter nachteilig ist ihre Nässeempfindlichkeit. Inzwischen bieten einige Firmen Fasern mit erhöhter Biolöslichkeit an, bei denen nach heutigem Kenntnisstand eine Krebsgefährdung ausgeschlossen ist.

Ortgang
nennt sich der giebelseitige Abschluß eines Dachs, für Hartdacheindeckungen bei Steildächern gibt es sogenannte Ortgangziegel. Diese sind zu einer Seite hin abgewinkelt, so daß ein sauberer Anschluß an die Giebelwand entsteht.

Schalldämmung
Man unterscheidet Luftschall, die indirekte Schwingungsanregung von Bauteilen, und Körperschall, die direkte Schwingungsanregung. Bei Geschoßdecken haben wir es beispielsweise mit Körperschall zu tun, gegen dessen Übertragung sogenannte Trittschalldämmungen eingesetzt werden.

Untersparrendämmung
Früher war diese Dämmart sehr beliebt: Man montierte Verbundplatten unter die Sparren – fertig. Angesichts heute üblicher Dämmstoffdicken kommt die Untersparrendämmung nur noch als zusätzliche oder nachträgliche Dämmung in Frage.

U-Wert
Die wichtigste Kennzahl im Zusammenhang mit dem Wärmeschutz eines einzelnen Bauteils ist der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient). Der U-Wert wird in W/(m²K) angegeben, d.h. er gibt an, welche Wärmeenergie in Watt pro einem m² durch eine Bauteilfläche transportiert wird, wenn zwischen innen und aussen eine Temperaturdifferenz von 1 Grad Kelvin herrscht. Je niedriger der Wert, desto besser der Wärmeschutz und umso geringer der Wärmeverlust von innen nach außen.

Warmdach
ist ein unbelüftetes, einschaliges Dach im Gegensatz zum Kaltdach. Flachdächer sind meistens als Warmdach ausgebildet. Die Belüftungsschicht zwischen Dachdeckung und Wärmedämmung fehlt hier; gleich über der Dämmung liegt die Dachhaut. Damit aufsteigende Feuchtigkeit aus darunterliegenden Räumen die Dämmung nicht durchnäßt, muß eine Dampfsperre verlegt werden. Eine ordnungsgemäße Ausführung ist unbedingt erforderlich, da das Dämmmaterial seine Eigenschaften bei Feuchtigkeitseinwirkung verliert.

Traufe
heißt der untere Abschluß eines Steildachs. Dazu gehören Regenrinnen und Zuluftöffnungen für die Hinterlüftung.

Zwischensparrendämmung
Zwei Verfahren sind üblich: Zum einen das Kaltdach-Prinzip. Dabei soll zusätzlich zur Dampfsperre eine Hinterlüftung des Dachzwischenraums oberhalb der Dämmung die anfallende Feuchtigkeit abtransportieren. Allerdings fällt dieser Bereich als Dämmebene weg. Angesichts der heute geforderten Dämmstoffdicken ist hier aber jeder Zentimeter wichtig. Dies ist einer der Gründe, warum das Kaltdach-Prinzip heute immer seltener angewandt wird. Zweitens: das Warmdach. Hier verzichtet man auf die Hinterlüftung und verwendet dafür mehr Sorgfalt auf eine dichte Dampfsperre. Vorteil: Der Sparrenzwischenraum kann voll gedämmt werden.

Weitere Fachbegriffe

Sollten Sie weitere Fachbegriffe nachschlagen wollen empfehlen wir, vorhandene Zusammenstellungen im Internet zu verwenden. Ausprobiert und für gut befunden haben wir folgende Adressen:

http://www.bauen.com/
http://www.heimwerkerlexikon.de/
http://www.bauarchiv.com/